Immer weniger Kinder können richtig lesen. Dr. Herbert Endres aus Regensburg hat deshalb ein Gerät entwickelt, mit dem Kinder selbstständig lesen lernen können. „CLELO” soll nicht nur die Freude am Lesen wecken, sondern auch einen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit leisten.
Wie gut die Bildungschancen eines Kindes sind, hängt vom Elternhaus ab.
Regelmäßiges Vorlesen ist wichtig, damit Kinder ein Gefühl für Sprache bekommen und selbst leichter lesen lernen. Doch nicht alle Eltern haben die nötigen Sprachkenntnisse oder ausreichend Zeit dafür. Jedes dritte Kind in Deutschland bekommt nicht vorgelesen, bestätigt auch der Vorlesemonitor 2024 der Stiftung Lesen. Auch Endres machte diese Erfahrung. Während der ersten Klasse kam seine Tochter mit einem Zettel ihrer Lehrerin nach Hause, darauf stand: Lesen üben. „Ich dachte erst, das lernen sie in der Schule und fragte mich, wie wir das bestmöglich hinbekommen, trotz Full-Time Jobs und drei Kindern.“ Doch dann kam ihm die Idee zu CLELO.
Von der Idee zu Eigenentwicklung
Gemeinsam mit einem befreundeten Programmierer entwickelte Endres ein Leselerngerät, mit dem Kinder sich vorlesen lassen und selbstständig das Lesen üben können. Das Gerät liest Kinderbücher in verschiedenen Geschwindigkeiten vor und soll so die Sprach- und Leselernkompetenz fördern. Verschiedene Interaktionsmöglichkeiten und Rätsel sollen dafür sorgen, dass die Kinder motiviert bleiben. Damit Kinder selbstständig lesen lernen können, haben Endres und sein Team eine automatische Feedback-Funktion integriert. Aktivieren Kinder die Funktion, können sie CLELO vorlesen und sehen sofort, welche Wörter sie richtig gelesen haben. „Wir wollen mit CLELO erreichen, dass alle Kinder die gleichen Chancen erhalten und richtig lesen lernen – ganz gleich, aus welcher familiären Situation oder welchem schulischen Umfeld sie kommen“, betont Endres.
Zusammenarbeit mit Schulen, Kindern und Eltern
Über die vergangenen Monate wurden die ersten Prototypen von CLELO gemeinsam mit Kindern, Eltern sowie Pädagoginnen und Pädagogen getestet und weiterentwickelt. „Wir haben zum Beispiel gelernt, dass eine vertraute Stimme viel bei den Kindern bewirken kann“, sagt Endres. Deshalb können Eltern bei CLELO auch Geschichten mit ihrer eigenen Stimme einsprechen. 2026 soll das Leselerngerät CLELO auf den Markt kommen.
Über CLELO
CLELO ist das erste Leselerngerät, mit dem Kinder selbstständig lesen lernen und sich vorlesen lassen können. Mit seinen unterschiedlichen Funktionen unterstützt CLELO die Sprach- und Lesekompetenz der Kinder auf spielerische und interaktive Art und trägt zu mehr Chancengerechtigkeit bei. Hinter CLELO steckt eine gemeinnützige Gesellschaft mit ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Gegründet wurde CLELO von Dr. Herbert Endres.
Weitere Informationen: www.clelo.de
Pressekontakt
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